Bildung macht gesund und glücklich

Die so genannte „Benefit-Forschung“, die nach dem Nutzen von Weiterbildung fragt, ist in Großbritannien und Finnland schon lange etabliert. Das EU-Projekt BELL (BEnefits of Long life Learning) brachte diesen Ansatz auch in den Rest Europas. Die Studie erfragte den individuellen Nutzen (benefits) für Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Angeboten der allgemeinen Erwachsenenbildung.

Laut der 2014 veröffentlichten, geförderten Studie, profitieren Menschen, die Weiterbildungsangebote wahrnehmen, auf vielfältige Weise nachhaltig in allen Lebensbereichen. Sie fühlen sich gesünder, bleiben länger aktiv, trauen sich für ihr Leben etwas zu, bauen tragfähige soziale Netzwerke auf und entwickeln Perspektiven im und für das Alter. Lernen, so gaben mehr als 80 Prozent der Befragten in der Studie an, verbessere das allgemeine Wohlbefinden und sorge für mehr Zufriedenheit.

Selbstbewusst, engagiert und ausgeglichen

Ganz oben auf der Liste der Nutzen von Weiterbildung steht die persönliche Entwicklung. Teilnehmerinnen und Teilnehmer von organisierter Weiterbildung stellten Veränderungen im Bereich der Selbstwirksamkeit und im Zusammenhang mit der Frage nach der Sinnhaftigkeit des Lebens fest. Der zweite Benefit-Bereich verweist auf Veränderungen im Verhalten der Lernenden: Toleranz, soziales Engagement und die generelle Lern- und Veränderungsbereitschaft wachsen. Als dritter Bereich wurden die positiv erlebten Veränderungen im Hinblick auf Familie, Beruf, mentales Wohlbefinden und Gesundheit identifiziert.

Insgesamt fühlen sich die Befragten den Anforderungen und Herausforderungen des Lebens besser gewachsen, sie sind mit ihrem beruflichen Leben zufriedener und werden weniger krank. Besonders hervorzuheben ist auch das Ergebnis, dass für Menschen mit niedrigerem (Aus-)Bildungsniveau all diese Effekte noch deutlicher zum Tragen kommen.  Freiwillige Teilnahme, individuelle Bildungsinteressen und die Verwirklichung persönlicher Lernprojekte spielen für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine wesentliche Rolle.

Die Studie unterstreicht damit den positiven Stellenwert lebenslangen Lernens sowohl für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft.

Factbox zur BELL-Studie

  • 8.646 Fragebögen
  • 82 Interviews
  • Probanden von 15-92 Jahren
  • Quer durch Europa: Spanien, England, Deutschland, der Schweiz, Italien, Finnland, Tschechien, Rumänien, Slowenien und Serbien
  • 2011-2014
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Sandra Frank, NÖN

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